Tag 9 – Götterfall

Es war eine kalte und sehr stürmische Nacht. Das Zelt hat prima gehalten (wenngleich wir eine Manko festgestellt haben und mal mit Tatonka reden müssen: es gibt einen Lüftungsschlitz, von dem wir uns gewünscht hätten, dass man ihn hätte schließen können …).

Die Franzosen waren samt ihrer Karawane verschwunden und es herrschte eine idyllische Atmosphäre in Laugafell. Nach dem Zeltabbau und der Morgentoilette nahmen wir das Angebot des Platzverwalters an, im Hütteninneren zu frühstückten. Er brühte uns sogar frischen Kaffee auf!

Dann machten wir uns auf den Weg über die Pisten F26 und F881 zum Godafoss, den wir von unserer ersten Reise schon kannten, ihn aber trotzdem noch einmal aufsuchen wollten – diesmal von der anderen Flussseite. Siehe Beitragsbild. Um dies zu sehen, einfach den Beitrag (Überschrift) anklicken.

An einer Tankstelle brachten wir erst mal unserer Reifendruck auf Normalmaß.

Ein Hinweis für zukünftige Islandreisende: ein Manometer sollte man unbedingt dabei haben. Viele Tankstellen bieten zwar Druckluft an, haben aber kein Manometer angeschlossen. Außerdem braucht man das Teil, um beim Luft ablassen den Druck überprüfen zu können. Ein Albtraum, wenn man in der Einsamkeit steht und zu viel Luft aus den Reifen lässt….

Weiter ging es es nach Húsavik, einer kleinen Hafenstadt in östlich gelegenen Nachbarfjord von Akureyri. Die Stadt ist hauptsächlich für ihre Walbeobachtungstouren bekannt. Und Uli war vor langer, langer Zeit schon mal dort – und auch deshalb mussten wir dahin 🙂

Bevor wir den Zeltplatz bezogen , suchten wir das örtliche Bad auf.

Und jetzt, liebe Mitleser folgt eine kleine Abhandlung über die isländische Bäderkultur. Wir halten sie wirklich für erwähnenswert, stellt sie doch etwas für uns sehr besonderes und somit einzigartiges dar: In Island findet man überall Schwimmbäder. Jede noch so kleine Stadt hat eins. Manchmal gibt es nur ein Schwimmbad uns sonst gar nichts. Und es geht superhygenisch zu. Man zieht die Schuhe schon vor der Kasse aus und stellt sie in ein Schuhregal. An der Kasse zahlt man dann ca. 400 bis 600 Kronen (ca. 2,60 bis 4,00 €). Dann geht es in die geschlechtsgetrennten Umkleiden und Duschen. Betreten darf man das Bad erst, wenn man sich gründlich mit Seife oder Duschgel gewaschen hat. Es hängen immer Hinweisschilder wo man sich besonders zu waschen hat (versprochen: bei unserem nächsten Besuch fotografieren wir so ein Schild!! :-))

Schild im Schwimmbad

Schild im Schwimmbad

Und dann betritt man das Bad. In aller Regel besteht dies aus einem kleinen Schwimmbecken, zwei bis drei heißen Töpfen mit verschiedenen Temperaturen (abgestuft ca.36 bis 42 °C), einem Kinderbecken mit Rutsche und rumschwimmendem Spielzeug und einer Dampfsauna. Heute hat einer der Töpfe sogar gesprudelt!

Diese Bäder kann man bei Wind und Wetter besuchen. Ein hoher Holzzaun schützt vor dem Wind und der Regen (ja, es regnet heute… und es macht uns nix aus!) fällt bei dem warmen Wasser gar nicht auf. Es ist ratsam das Bad zu verlassen, wenn die Haut weiß und schrumpelig wird …

Morgen früh wollen wir das Walmuseum besuchen und gaaaaaaanz vielleicht buchen wir eine Walbeobachtungstour.

Und jetzt wird gekniffelt! Und dazu gibt’s natürlich wieder gute Musik.

One thought on “Tag 9 – Götterfall

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.