Tag 22 – REIn in die Höhle

So schön das Wetter heute war … irgendwie machte sich etwas Wehmut breit. Wir hatten unsere letzte Nacht im Zelt in diesem Urlaub hinter uns! Die Zutaten für das Frühstück waren perfekt berechnet: Marmelade und Nutella reichten genau noch für heute! Mais und Pesto konnten wir noch ein paar Backpackern, die mit uns dort zelteten, mitgeben und die wenigen anderen Reste (Zwiebeln, Knoblauch, Reis, Tee und Zucker) nahm uns die Küche des Pfadfinderhauses ab. Zelt, Schlafsäcke, Isomatten konnten wir gleich komprimiert fürs Fluggepäck packen – dem sonnigen Wetter sei Dank!

Heute hatten wir noch zwei besondere Dinge vor: vor 4 Jahren haben wir durch Zufall eine Lavahöhle am Weg entdeckt, die sich nach einem Jahrhunderte zurückliegenden Ausbruch 1,3 Km tief in die erkaltende Lava gebohrt hat. Damals sind wir ca. 200 Meter tief in die Höhle eingedrungen und haben dann aufgrund von Lichtmangel abgebrochen. Diesmal hatten wir mehr Licht dabei. Wir fanden die Höhle tatsächlich wieder. Und in den 4 Jahren hat sich eine Menge getan. Der Parkplatz wurde vergrößert und man hat nun die ersten 100 Meter so ausgebaut, dass man fast spazierwegmäßig in die Höhle laufen konnte. Aber dann ging die Kletterei los! Wir schätzen, dass wir uns ca. 900 Meter vorgewagt haben. Ganz bis zum Ende sind wir nicht gekommen – die Kletterei war doch ziemlich anstrengend und wir wollten unsere Nicht-Höhlen-Klamotten nicht über Gebühr strapazieren. Leute waren – wie so oft in Island – kaum da (ein Auto mit drei Deutschen erreichte nach uns den Parkplatz). In Deutschland wäre das eine von Touristen überlaufene kostenpflichtige Attraktion!

Das zweite, das wir uns für heute vorgenommen hatten, war etwas skurrilerer Natur. „Rei in der Tube“, das wir sicherheitshalber dabei hatten, veranstaltet dieses Jahr einen Wettbewerb. Man soll ein Urlaubsbild mit „Rei in der Tube“ im Einsatz einschicken und hat die Möglichkeit 2500 € Urlaubsgeld zu gewinnen. Wir sind dabei und haben uns entschieden ein Bild im Geothermalgebiet zu machen: mit Wäsche und Rei und viel blubbernder heißer Umgebung. Und so suchten wir denn das Geothermalgebiet “Seltún“ in der Nähe Reykjaviks auf, das wir am Anfang unserer Reise schon besucht hatten. Wir zogen ein paar merkwürdige Blicke auf uns, als wir mit Schmutzwäsche und Rei in dem Gebiet einmarschierten …

Anschließend ging es zügig nach Reykjavik. Dabei bemerkten wir, dass ein paar hundert Meter der Straße, die vor drei Wochen noch Gravel Road war, inzwischen asphaltiert wurde.

Der Rest ist schnell erzählt: Eingecheckt im Guest House Pavi, das wir nun schon gut kannten. Dann ins Kino gegangen („The Expandables 3“ – es gibt wirklich Filme, die die Welt nicht braucht!!!). Danach Auto am Guest House abgestellt und in die Stadt gelaufen. Bier getrunken, Pizza und Chicken Wings gegessen, heim gegangen und danach todmüde ins Bett gefallen.

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