Tag 16 – Shit Jeeps

Was soll man sagen. Es will einfach nicht. Frustrierend. Der Wecker klingelte heute früher, wir hatten schließlich viel vor. Irgendwas war heute morgen anders – ah richtig – Einar war komischerweise heute in den Morgenstunden nicht da. Wir Frühstückten also heute ohne ihn, packten nochmal unsere Sachen zusammen (diese haben wir ja wieder auspacken müssen) und waren soweit dann startklar.

Einar kam zum Glück rechtzeitig zur Verabschiedung. Er war ziemlich traurig,  dass wir gingen. Wir haben ihn nach den vier Tagen (very very very very) ins Herz geschlossen 😉 Und er uns in sein noch größeres Herz sicher auch.

Voller Motivation, dass unser Auto wieder fuhr, ging es zurück in das ca. 80 km entfernte Egilsstaðir. Kurz vor dem Ortsschild war plötzlich unsere geliebtes Geräusch wieder da. Wir mussten erst mal herzhaft lachen, weil nun auch klar war, dass die Geräusche nicht von einem defekten Radlager kamen. Wir entschlossen uns, sie einfach zu ignorieren.

Nach dem Einkauf und dem Besuch der Tankstelle, ging es auf der Straße 910 Richtung Askja. Vorbei an einem gewaltigen See, der im komplett windstillen Tal lag. Keine Welle war zu sehen. Das Wetter war heute wirklich fantastisch! 40 Kilometer später ging es steil bergauf ins Hochland. Und dann passierte es. Unser Auto wurde langsamer … und langsamer … und langsamer. Jeder Gang, den wir einlegten klang völlig hochtourig, jedoch kam keine Kraft an den Rädern an. Das einzige was bei uns in der Fahrerkabine ankam war ein wirklich fürchterlicher Gestank! Wir schafften es dann irgendwie bis nach oben und rollten mit letzter Kraft an den Straßenrand. Der Empfang war schlecht und so war die Kommunikation mit Cheap Jeeps wirklich horror. Erst riefen sie nicht zurück, dann hatten wir keinen Empfang und dann war auch noch mein Guthaben leer (Chris Smartphone).

Zwei Stunden vergingen und wir entschieden, uns langsam zurück ins Tal rollen zu lassen. Das funktionierte zum Glück. Ziemlich resigniert kamen wir wieder in Egilsstaðir an. Der Tag war nun fast am Ende, die Uhr zeigte 17 Uhr. Anweisung von Cheap Jeeps (nach langem hin und her) war, eine nahe Werkstatt aufzusuchen. Die Werkstatt ließ sich dummerweise nicht mit Navigationsgerät oder Internet auffinden. Letztendlich fragten wir in einem Restaurant in der Stadt … so erreichten wir gegen 18:10 die Werkstatt. Der Chef fuhr mit dem Auto eine kleine Runde um das Haus. Länger benötigte er nicht → Kupplung hinüber (Scheiben abgeglüht).

Unsere Nerven waren am Ende. Dies war nun der dritte Tag, den wir nicht planmäßig durchführen konnten. Stattdessen verbrachten wir mal wieder den Tag mit Warten auf Rückrufe und auf Prognosen der Techniker.

Fazit: Unser Zelt steht nun auf dem Campingplatz von Egilsstaðir. Morgen um 8:30 Uhr soll ein Ersatzfahrzeug aus Akureyri kommen (das selbe, was wir schon mal einen Tag hatten).

Abends gab es roten Gemüsereis mit Bratwürstchen und leckerem (echtem) Bier. In Island wird es nun schon merklich dunklerer, als noch bei unserer Ankunft. Bald schon müssen wir um 1 Uhr die Taschenlampen auspacken. Morgen probieren wir auf ein neues den Vulkan Askja zu erreichen. Wir lassen den Tag jetzt bei unserer letzten Flasche (haha) Whiskey ausklingen und hören mit diesem kleinem Wunderkind Musik. Grüße an unsere Leser nach Deutschland, Schweden und Island!

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